PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNGEN in Verbindung
mit GEISTIGER BEHINDERUNG /INTELLIGENZMINDERUNG


Ziel des Seminars:

In einer mindestens ein- besser zweitägigen Veranstaltung erwerben und vertiefen die Teilnehmer grundlegendes Fachwissen zur Thematik und reflektieren ihre Praxis im Umgang mit ihrem Klientel.

Inhalt des Seminars:

Nach einem Überblick über Persönlichkeitsstörungen und deren Besonderheit als langfristige "pathologische Zustände" wird auf die relativ überdauernden typischen Muster des Wahrnehmens, Erlebens, des Verhaltens, des Lebensstils und der Beziehung zur eigenen Person und zu anderen, speziell bei Klienten mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung, eingegangen werden.

Persönlichkeitsstörungen unterscheiden sich von den meisten anderen seelischen Erkrankungen dadurch, dass sie keine Krankheitsprozesse im eigentlichen Sinne sind, sondern "pathologische Zustände". Der Krankheitswert solcher Zustände entsteht dadurch, dass der Betroffene (selten) und/oder sein Umfeld (häufig) darunter leidet, weil ihm kein "ersprießlicher" Lebensentwurf gelingt. Persönlichkeitsstörungen bewirken also in hohem Maße "ich-syntones" Erleben, was die bekannte Problematik des nur geringeren Leidensdruckes herauf beschwört.

Bei der Thematik Persönlichkeitsstörung ist die wichtige Frage der Bindung und Bindungsstörungen zu betrachten, die in der Konstellation bei Eltern von Kindern mit Intelligenzminderung eine besondere Rolle spielen. So ist die Ich-Entwicklung dieser Kinder nicht selten durch traumatische Belastungen bis ins Erwachsenenalter hinein zusätzlich eingeschränkt.

Anhand von Fallsequenzen wird erarbeitet, welche Möglichkeiten und Grenzen im Umgang mit diesen Klienten/Patienten hilfreich und möglich wird. Beispiele und Übungen wie Visualisierung und Skills-Trainings erweitern das Handlungsspektrum der Mitarbeiter.

Methodik:

Kurzreferat, vertiefende Theorie, tätigkeitsfeldspezifische Reflexion, Austausch

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