Sexualität als Problem in der Betreuung und Beratung psychisch kranker Menschen

Neben einer grundlegenden Einführung zur Thematik Sexualität bei psychiatrisch erkrankten Menschen geht es auch um die Wirkung von Medikamenten sowie die Schwierigkeiten des Umfelds und nicht zuletzt die Problematik der Helfenden.

Sexualität ist kulturell etwas weitgehend Normales und Selbstverständliches geworden, so wie Autofahren, ins Kino gehen und am Computer sitzen. Wenn Sexualität nicht gelebt werden kann, so fehlt den meisten Menschen etwas.

Ähnlich ist die Situation, wenn sexuelles Leben zum Problem wird:
Gemeint sind hier Menschen mit Erkrankungen, die mit einer Störung des Gefühlslebens und der formalen Denkvorgänge einhergehen. Hier wird Sexualität zwar in der Regel auch gewünscht, kann aber gleichzeitig in vielfacher Hinsicht für die Betroffenen und Betreuer als bedrohlich erlebt werden.

Nähe-Distanz-Regulation, Umgang mit Gefühlsschwankungen und Enttäuschungen, Sensibilität und Empathiefähigkeit sind notwendig, um sexuelle Beziehungen zu gestalten. Sexualität kann auch in diesen Situationen gelebt werden.

Hilfestellungen sind dabei häufig erforderlich und stellen die Betreuer/Berater vor zahlreiche Fragen und Probleme. Im Seminar werden neben diesen Problembereichen auch die Übertragungs-/Gegenübertragungsphänomene betrachtet und unter dem Aspekt der besondere Situation, z. B. der Tagesstättenbesucher, des betreuten Wohnens und der Wohngemeinschaften beleuchtet. Dieses Seminar wird grundsätzlich mit zwei Referenten durchgeführt.

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