Sünde, Scham und Sühne - Prinzipien beratender und begleitender Arbeit mit Sexualstraftätern und Sexualstraftäterinnen

Seminarinhalte

Die beratende und psychotherapeutische Arbeit mit Männern und auch Frauen, die im inner- oder außerfamilialen Kontext sexuelle Gewalt an Kindern und Erwachsenen ausüb(t)en, gestaltet sich in vielfältiger Weise problematisch.

Äußerer und innerer Druck veranlasst die Betroffenen häufiger als vermutet zu versteckten Signalen und damit meist erfolgloser Nachfrage nach Begleitung, Beratung und/oder Therapie.

Scham, Angst vor gesellschaftlicher Ächtung und sozialer Diskriminierung sowie die Befürchtung, eine neue sexuelle Identität finden zu müssen, erschweren die Suche nach Hilfeangeboten.

Auf Berater-/Therapeutenseite aller Berufsgruppen erschweren eine Reihe von Faktoren die Bereitschaft, mit diesen Menschen zu arbeiten; wie z.B. die Solidarität mit den Opfern, Strafbedürfnisse, Angst vor Rückfällen der Klienten/Patienten, sowie die anfänglich oft geringe Motivation der zu Behandelnden.

Auch wenn die Arbeit mit dieser Klientel eine schwierige Herausforderung darstellt, weil sie sich in einem gesellschaftlich tabuisierten Bereich und einem von Sozialarbeit, Beratung und Therapie immer noch vernachlässigtem Gebiet abspielt, ändert dies nichts daran, dass sie sowohl individuell, als auch gesellschaftlich notwendig ist, da die Betreuung und Beratung von Sexualstraftätern letztendlich auch die Bedeutung eines Schutzes von Opfern zukommt.

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